Technikumshalle WKI Braunschweig

Fraunhofer-Institut für Holzforschung Wilhelm-Klauditz-Institut WKI Braunschweig

Die eindrucksvolle 111 m lange, 18 m breite und 13 m hohe Versuchshalle liegt außerhalb des Stammgeländes des renommierten Fraunhofer-Instituts im Braunschweiger Vorort Kralenriede in der Nähe des Flughafens und markiert zukünftig den Eingang zum Forschungscampus. Das in den 1960-iger Jahren von Wilhelm-Klauditz gegründete Institut wird nicht nur unter Fachleuten mit dem weltweiten Siegeszug der Pressspanplatte verbunden. Die neue Technikumshalle wird dringend benötigt, um auch zukünftig Holzforschung auf höchstem Niveau zur Entwicklung neuer nachhaltiger Werkstoffe für die Industrie zu ermöglichen.

Der langestreckte Baukörper markiert eine deutlich spürbare Fuge zwischen den Wohnhochhäusern des Braunschweiger Studentenwerks und einer Reihenhaussiedlung. Das lineare 1-3-geschossige Gebäude vermittelt innerhalb der Nutzungen und zwischen den unterschiedlichen Maßstäben in einem heterogenen städtebaulichen Umfeld.

Der Holzbau fügt sich in das von großen Bäumen geprägte Umfeld ein. Die Fassaden gliedert der Rhythmus der Stützen auf einem Achsraster von 7,50 m. Zwischen den Haupttragachsen strukturieren vertikale Pfosten aus Holz mit einem Achsabstand von 1,25 m die Fassadenfläche. Zwischen den Pfosten schließen horizontale Holzlamellen die Außenwände. Beide Längsfassaden zeigen den symmetrischen Aufbau der Halle mit einer Aufstellung der Forschungsgeräte an den Rändern und einer mittigen zentralen Erschließung. Der Rhythmus der Fenster, welche mittig zwischen den Tragachsen angeordnet sind, zeigt die Abfolge der einzelnen Geräte und Maschinen. Die Fenster erlauben Ausblicke für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach außen und Einblicke von außen nach innen von der parallel verlaufenden neuen Straße Riedenkamp. An der Eingangsseite befindet sich eine eingeschossige Arkade, die einen wettergeschützten Zugang zum Gebäude gewährleistet. Die Südfassade prägt ein großes Schiebetor und große geschlossene Flächen mit einer Holzverschalung aus Lärchenholz.
Der Innenraum der Halle ist in 3 Bereiche gegliedert. Hier wird der Weg vom rohen Holz bis hin zu feinsten Holzfasern als Grundlage moderner Holzwerkstoffe in der linearen Abfolge großer Maschinen und Versuchsanordnungen erfahrbar. Eine Kranbahn ermöglich den Transport des rohen Holzes und großer Geräte innerhalb der Halle. Im 3-geschossigen Kopfbau mit Werkstätten, Büro- und Seminarräumen werden die Versuchsanordnungen im Kopfbau geplant und anschließen ausgewertet.

Der Baubeginn des etwa 28 Mio. € teuren Holzbaus mit dem feierlichen 1. Spatenstich findet am 17.06.2026 statt. Die Fertigstellung ist für Anfang 2031 vorgesehen.

Preise und Auszeichnungen

06/2019: VGV Verfahren mit integriertem Wettbewerb, 1.Rang

Adresse

Riedenkamp, 38108 Braunschweig

Auftraggeber

Fraunhofer-Gesellschaft

Team

Anastasiia LytvyniukChristian HuberDiego Sierra LópezJoachim StaudtJosé Carlos Castro BarrosSohta Mori